Vergangene Projekte
und Dokument-ation

Helga Borghorst Preis

StoP Kreuzberg wurde 2026 mit dem erstmals verliehenen Helga-Borghorst- Frauenpreis ausgezeichnet. Damit wird die Nachbarschaftsarbeit von StoP Kreuzberg gegen Partnergewalt gewürdigt, die Solidarität, Zivilcourage und gegenseitige Unterstützung im Stadtteil stärkt.

Der Preis zeichnet Initiativen aus, die sich besonders für Frauenrechte, Gleichstellung und den Schutz vor Gewalt engagieren. Die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung erinnert an das frauenpolitische Wirken von Helga Borghorst, der ersten Staatssekretärin für Frauenfragen in Berlin.

Die Ehrung gilt den vielen engagierten StoP-Aktiven in Kreuzberg, die sich gemeinsam für ein gewaltfreies Miteinander einsetzen. Besonders hervorgehoben wurden der feministische Stickkreis, das StoP-Frauentheater sowie das Projekt leben-nach-dem-frauenhaus.de.

Mehr Informationen auf der Webseite des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin.


© Patricia Kalisch/Paritätischer Berlin



StoP Frauentheater

Der Kurzfilm zeigt einen Ausschnitt aus dem Frauentheaterstück von StoP-Aktiven aus Kreuzberg. Das Stück wurde innerhalb eines Jahres gemeinsam entwickelt und kann auf Nachfrage in Nachbarschaftshäusern und an öffentlichen Orten in Berlin aufgeführt werden. Grundlage ist die Theatermethode von Augusto Boal.
Zuschauer*innen können sich aktiv beteiligen und neue Handlungswege ausprobieren. Das Theaterstück bringt Menschen über Partnergewalt ins Gespräch, stärkt Solidarität in der Nachbarschaft und wirkt so präventiv gegen Gewalt.




Leben nach dem Frauenhaus
​Erzählte Stärke. Gelebte Solidarität.

Ehemalige Bewohnerinnen des ersten autonomen Frauenhauses in Berlin haben
gemeinsam mit StoP Kreuzberg ein digitales Archiv gestaltet.
In Texten, Fotos und Audioaufnahmen erzählen die Frauen ihre Geschichten – vom Leben im Frauenhaus, ihren Erfahrungen des Neuanfangs und über den langen Weg der Selbstermächtigung. Aus den gemeinsamen Jahren ist eine starke Gemeinschaft entstanden, die sich seit über 30 Jahren gegenseitig unterstützt und ermutigt. „Mit dem Projekt wollen wir anderen Frauen Mut machen, sich zu vertrauen und ihre Stimme zu erheben.“

Das erste autonome Frauenhaus wurde 1976 als Antwort feministischer Gruppen auf Gewalt gegen Frauen gegründet. Jede dritte Frau in Deutschland erlebt Partnergewalt – ihre Bekämpfung bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

mehr auf leben-nach-dem-frauenhaus.de


gefördert durch:



Unser Recht auf ein gewaltfreies
Leben – Wanderausstellung:

Die Ausstellung „Unser Recht auf ein gewaltfreies Leben“ des feministischen
Stickkreises von StoP Kreuzberg kann von Einrichtungen und öffentlichen Orten angefragt werden. Im Zentrum stehen 55 bestickte Stoffstücke von 22 Kreuzberger Frauen, die politische Forderungen für ein Leben ohne Gewalt sichtbar machen und in einem gemeinsamen Banner zusammengeführt wurden.

Die Ausstellung verbindet künstlerischen Ausdruck, Aktivismus, Erinnerung und
Solidarität und eignet sich für Nachbarschaftshäuser, Bildungseinrichtungen und öffentliche Räume. Sie kann durch ein Begleitprogramm mit Gesprächsformaten und
Austausch ergänzt werden. In Absprache mit dem Stickkreis ist auch ein offenes Sticken als partizipatives Format möglich. – Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne.




Gesicht zeigen gegen Partnergewalt – Kampagne

Die Kampagne #Sie ist unsere Nachbarin wurde 2024 in Kreuzberg gemeinsam mit Menschen aus
dem Stadtteil entwickelt. Sie macht sichtbar: Partnergewalt kann jeden treffen – wir stehen solidarisch an der Seite der Betroffenen. Ziel ist es, Zivilcourage und Solidarität zu stärken und ein öffentliches Zeichen dagegen zu setzen. Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Nachbarinnen aus verschiedenen
Organisationen beteiligten sich mit Fotos und Statements.

Die Plakate machen Haltungen aus dem Kiez im öffentlichen Raum sichtbar.




So erreichst du uns:

StoP Kreuzberg

Nachbarschaftshaus Urbanstraße

Jahnstraße 4

10967 Berlin 

Spendenkonto

Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V.

IBAN:DE44100708480526764604

BIC: DEUTDEDB110

Verwendungszweck: StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt

(Als gemeinnütziger Verein stellen wir Ihnen gerne eine steuerabzugsfähige Quittung aus.)

Was ist StoP? In Kürze:

StoP ist das Projekt „Stadtteile ohne Partnergewalt“ und unterstützt Menschen im Stadtteil, die Zivilcourage zeigen und sich mit den von Partnergewalt betroffenen Frauen solidarisieren wollen. Seit 2010 gibt es StoP in verschiedenen Quartieren in mehreren deutschen Städten. Gewalt in Partnerschaften/häusliche Gewalt kommt täglich vor – in allen Gesellschaftsschichten. Opfer sind vor allem Frauen. Partnergewalt zerstört die Gesundheit und das Leben aller Beteiligten. Das Problem ist, dass wir zu selten darüber sprechen, sei es aus Scham, Angst oder Unsicherheit. Oder weil wir glauben, es ist eine Privatsache.


Aber: Gewalt ist keine Privatsache, sondern eine Menschenrechtsverletzung!

Link zur bundesweiten StoP-Seite

Aktionsflyer StoP Kreuzberg

Hilfe finden:

WICHTIG!
Bei akuter Gewalt: 110 rufen!

Du bist Betroffene oder möchtest 
unterstützen? Wende dich an:

Wir verwenden Frauen/Mädchen ohne * und schließen alle Personen ein, die sich als Frau identifizieren/als weiblich gelesen werden.
Unter Partnergewalt verstehen wir Gewalt durch männlich gelesene Personen, die von Beziehungspartner und Ex-Partner ausgeht. Sie wird meist im häuslichen Bereich verübt, häufig systematisch über eine langen Zeitraum hinweg.